Gedenkdemo für Thomas »Schmuddel« Schulz

Die Antinationale Initiative unterstützt die Demonstration im Gedenken an den von Nazis ermordeten Thomas Schulz.

Demo | 03.04.2010 | 16.00 h | Dortmund | Hauptbahnhof (Vorplatz)

Am Ostermontag, den 28.03.2005, um kurz nach 19:00 Uhr traf der damals 17-jährige Neonazi-Skin Sven Kahlin mit seiner Freundin an der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder City auf eine Gruppe Punks. Einer von ihnen, »Schmuddel«, wollte die rechten Sprüche Kahlins nicht unkommentiert lassen und folgte den beiden alleine in die U-Bahn-Station. Es kam zum Streit. Der Neonazi zog plötzlich ein Messer und stach fünfmal auf sein Opfer ein. Ein Stich traf »Schmuddel« ins Herz. Der Mörder flüchtete, konnte aber kurz darauf verhaftet werden. »Schmuddel« verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Aufruf »Linke Freiräume erkämpfen!«
Sonderseite der Antifa Union Dortmund

Oh du Heilige…

In Hannover tobt im Moment eine Antifa-Debatte. Diese wurde ausgelöst von der [AAH] in ihrer Zeitung »angriffsfläche« und wird seitdem in der tabula rasa weitergeführt.
Bisherige Beiträge:
1. Antifaschistische Aktion Hannover – Antifadebatte auf hannöversch
2. Die Beauftragten für antimilitaristische Praxis und Selbstorganisation – Angriffsfläche?! Oder ein Abwehrkampf ist ein Abwehrkampf ist ein Abwehrkampf!
3. AK Antifa im libertären Netzwerk Alerta – Eine Antwort auf den Text »Antifadebatte auf hannöversch«, erschienen in der Angriffsfläche Nr.1 | in tabula rasa #52
4. Fast Forward Hannover – »Goodbye to your little white lies! It wouldn‘t hurt to tell the truth sometimes!«| in tabula rasa #53
5. einige Antifaschist_innen – »Remember Fascism doesn‘t start with Konzentrationcamps. That’s where it ends.« | in tabula rasa #53

PDF-Download: Oh du Heilige… Antifa 2010

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Die Bildung klauen lassen

Zum Bildungsstreik haben wir auch folgendes Flugblatt veröffentlicht, welches sich kritisch mit der Bewegung auseinandersetzt. Dies sind Fragmente aus einem weitergehenden Diskussionsprozess, bei denen wir wichtig gefunden haben sie zu veröffentlichen um den Student_innen in angemessener Kürze einige Fehler ihres Protests aufzuzeigen. Wie immer sind Kritik und Anmerkungen gerne gesehen und können an antinationaleinitiative[at]gmx[dot]net übersendet werden.
Zur weiteren Lektüre emfehlen wir auch hier einen Blick in die Texte gegen den Bildungsbetrieb zu werfen.
Den Text kann man hier lesen oder sich auch als PDF speichern. In Hannover wird es den in Kürze auch gedruckt geben, wenn ihr Interesse habt den Text auch in eurer Stadt zu verbreiten, sagt uns bitte kurz Bescheid ansonsten sei euch das Kopieren nach Wunsch freigestellt.

PDF-Download von »Die Bildung klauen lassen. Drei Fragmente zur Kritik des Bildungsstreik 2009«
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Zum Bildungsstreik 2009 – Vortrag und Diskussion mit Freerk Huisken

Die Antinationale Initiative und der AStA der Uni Hannover laden zur Diskussion mit Freerk Huisken (Uni Bremen/Redaktion GegenStandpunkt) zum Bildungsstreik 2009.

Zum Bildungsstreik 2009:
* Durch den Bologna-Prozess will der Staat den Dienst der Hochschulen an der Standortkonkurrenz steigern.
* Der Bildungsstreik bestätigt den Politiker_innen, dass ihre Reform Effizienzmängel aufweist.
* Studierende als Testpersonal der Politik: Soll es das gewesen sein, was der studentische Widerstand erreichen will?

Mit Pflichtstoff vollgestopfte Studienzeiten, Leistungsdruck, Prüfungsstress, Selektion, Geldnöte: darüber beschweren sich derzeit Studierende. Und warum ist das alles so?
*
Die Protestierenden haben Antworten: Der Staat reformiere die Hochschulen in einem Sinne, der überhaupt nicht ihren Vorstellungen von Wissenschaft und Ausbildung entspreche. Das mag schon sein. Aber nach welchen Zielen und Maßstäben organisieren und reformieren der Staat und seine Rektoren_innen denn Wissenschaft und Ausbildung stattdessen? Sie werden doch ihre eigenen Ziele und Anliegen damit verfolgen.
*
Die Bildungspolitiker/innen halten ihre Absichten ja gar nicht geheim: »Wachstum« und »Konkurrenzfähigkeit« des »Standorts Deutschland« sollen mit dem Bologna-Prozess durch Forschung und studierte Berufsanwärter_innen vorangebracht werden; und dafür sei vor allem die Ausbildung zu zeitaufwendig, zu teuer, zu ineffektiv. Was ist das eigentlich für ein Programm? Vielleicht ist es zu leichtfertig abgetan, wenn manche Streitschriften zum Bildungsstreik vermerken, das sei der unheilvolle Einfluss der »Verwertungslogik«, der sich jetzt gegen die Bildungsziele im staatlichen Hochschulbereich durchsetze. Was ist, wenn es genau um so etwas auch dem Staat geht, der die »Marktwirtschaft« organisiert und doch nicht zufällig Milliarden in die Rettung des Finanzsystems steckt. Vielleicht trifft die Vorstellung gar nicht zu, dass die »Wirtschaftlobby« die staatliche Bildungspolitik davon ablenkt, was »eigentlich« ihre Aufgabe sei. Vielleicht ist es nur eine Erfindung von Studierenden, die sich viel von der Staatsmacht erwarten und weniger von der Geldmacht halten.
*
Studierende, die gerade die Erfahrung machen, wie unangenehm es ist, als Ressource einer kapitalistischen Nation verplant und sortiert zu werden, klagen bei der Bildungspolitik nichts anderes ein als mehr Berücksichtigung ihrer Konkurrenzinteressen: Mehr Geld für Bildung, für Personal und Räume, für Bücher und Labore, damit sie besser können, was sie sollen, nämlich ihr Studium zu Ende bringen. Diese Kritik an den Bologna-Prinzipien stößt auch auf Zustimmung. Kein Wunder, denn sie greift kaum etwas anderes an, als was der Bildungspolitik inzwischen selbst als »Übertreibung« bei der Durchsetzung ihrer Reform aufstößt. So werden die Protestler als »nützliche Idioten« der jüngst ausgerufenen Reform der Bologna-Reform vereinnahmt. Sollte das alles gewesen sein, was der studentische Widerstand erreichen will?
*
Um Wissenschaft und Bildung als Ressource für Staat und Kapital soll es gehen auf der Diskussionsveranstaltung. Die Vorstellungen der Protestierenden stehen dabei auch auf dem Prüfstand.

Die Veranstaltung findet am 15.12.2009 um 19.30 Uhr in Raum B3021 des Hauptgebäudes der Uni Hannover statt.
Zur Vorbereitung empfehlen wir einen Blick in die Textsammlung »Texte gegen den Bildungsbetrieb«.

  1. Wenn man die Uni durch den Haupteingang betritt links in den ersten Stock hoch gehen und an der Lichthof Ballustrade lang. [zurück]

Texte gegen den Bildungsbetrieb

In Hannover und einigen anderen Städten wird im Moment die Bildung bestreikt, die Student_innen sind unzufrieden und machen ihrer Unzufriedenheit mit Besetzungen Luft. Eine kritische Auseinandersetzung was Bildung aber eigentlich ist und was das für Auswirkungen auf sie hat wird selten bis gar nicht geführt. Man verbeißt sich auf den Plena in Konsensfindung bis noch jede_r zufrieden ist. Man vermeidet Inhalte um alles auf der Welt um nur den Protest nicht zu spalten. Wenn dann doch mal jemand den Mund aufmacht wird dies allzuoft als das Werk übler Extremist_innen und Kommunist_innen abgetan und mit dem Verweis auf die Mehrheit der Studierenden scheint dann alles Nötige gesagt zu sein, man ergeht sich wieder darin den Tod der Bildung zu betrauern. Dem wollen wir etwas entgegensetzen, Argumente gegen den Bildungsbetrieb liefern und so dem konformistischen Rumgehampel hiesiger Bildungsfans langsam aber sicher ein Grab schaufeln.
Diese Liste ist noch nicht endgültig, so sind einige Themen wie z.B. Gender und Erziehung in der heterosexuellen Gesellschaft nicht beachtet und auch Bildung außerhalb Deutschlands bzw. Europas nicht behandelt, das ist uns bewusst und wird ergänzt. Wenn ihr noch Texte habt, die zum Thema passen freuen wir uns über Zusendungen an antinationaleinitiative[at]gmx[dot]net.

Freerk Huisken
Zum Bildungsstreik 2009: Wieso? Weshalb? Warum? Macht die Schule dumm?
Zum Bildungsstreik 2009: Streiken für veredelte Konkurrenz in Schule und Hochschule und wie sich Studierende damit zu nützlichen Idioten der Reform der Bolognareform machen (NEUFASSUNG:11/09)

GegenArgumente München
Ausbildung im Kapitalismus – Die Klassengesellschaft verteilt ihre Chancen

GegenStandpunkt Marburg
»Unser« Bildungssystem soll schöner werden?

AK Hitzefrei bei jedem Wetter der redical [M]
Deutsch­lands wich­tigs­te Res­sour­ce-​ Wie Kin­der in einem men­schen­ver­ach­ten­den Sys­tem er­zo­gen wer­den

Situationistische Internationale
Das Elend im Studentenmilieu

»what’s wrong with a little destruction?«

In der jüngst erschienen vers beaux temps haben wir uns mit einem Diskussionsbeitrag zum Gehalt der Militanz an einer von der Redaktion in Ausgabe 19 angestoßenen Militanzdebatte beteiligt.
Der Text kann entweder als PDF-Datei heruntergeladen oder hier direkt gelesen werden. Den Text des AK Vermittlung, der die Diskussion eröffnete kann als PDF runtergeladen werden.

PDF-Download »what’s wrong with a little destruction?«
PDF-Download AK Vermittlung- »Militante Praxis«

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